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 Definition und Voraussetzungen

Prinzipiell versteht man unter Alarmierung die Auslösung eines Alarmes durch Personen, die eine Gefahrensituation festgestellt haben, oder durch einen automatisierten Prozess (zum Beispiel Rauchmelder). Allen Alarmen gleich ist dabei die Tatsache, dass die Meldung einer Gefahr oder eines Schadensereignisses von einer Person, die keine dafür nötigen Kenntnisse besitzt, oder von zu wenigen geschulten Personen an einen dafür zuständigen Verteiler weitergereicht wird.

Dieser als "Erstalarmierung" bezeichnete Vorgang erreicht in aller Regel die Leitstelle - im Fall der hiesigen Feuerwehr also die Integrierte Leitstelle der  Berufsfeuerwehr Augsburg. Von dort aus wird die Benachrichtigung der benötigten Einsatzkräfte koordiniert. Wird bei Ankunft der Feuerwehr, des Rettungsdienstes oder der Polizei festgestellt, dass die angeforderten Einsatzmittel nicht ausreichen, kommt es zur sogenannten "Nachalarmierung" - weitere Einsatzkräfte werden hinzugerufen.

» Voraussetzungen an ein funktionierendes Alarmsystem:

Da die Alarmierung der erste und damit entscheidende Schritt zur erfolgreichen Beseitigung einer Gefahrensituation ist, muss vor allem die Technik der Alarmierung störungsfrei funktionieren - erst dann kann von einem sinnvollen Einsatzsystem gesprochen werden. Aus diesem Grund sind die Voraussetzungen, die für ein Alarmierungssystem gegeben sein müssen, sehr hoch:

Ein Alarmsystem muss 24 Stunden am Tag das ganze Jahr über einsatzbereit sein, wobei eventuelle Störungen (zum Beispiel Stromausfälle) abgefangen werden müssen. Der Alarm an sich muss leicht absetzbar sein und darf keine komplizierten Methoden erfordern (deshalb sind die Notrufnummern sehr kurz gehalten, zum Beispiel: 112), gleichzeitig muss er das gewünschte Ziel schnell und unbürokratisch erreichen. Durch eine durchgängige Datenaufzeichnung muss gewährleistet sein, dass der Notruf auch erfolgreich abgesetzt wurde.

Als weitere nicht unerhebliche Faktoren dürfen auch ein funktionierendes Funknetz, das auch in Wald- oder Berggebieten genutzt werden kann und nicht durch andere Kanäle überlagert wird, eine ausreichende Zahl an alarmierbaren Einsatzkräften und ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis (jedes System muss auch bezahlbar sein!) gelten.

» Gegebenheiten in der Region Augsburg:

Bild: Karte des Leitstellenbereichs Augsburg (© by Feuerwehr Edenbergen)
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Das Alarmsystem im Ballungsraum Augsburg mit seinen 500.000 Einwohnern erfüllt alle vorher genannten Voraussetzungen und befindet sich technisch wie auch organisatorisch auf dem neuesten Stand der Dinge. Ein entscheidender Fortschritt wurde dabei durch den Aufbau der sogenannten "Integrierten Leitstelle" erreicht: Die bisher getrennten Notrufe von Feuerwehr und Rettungsdienst werden jetzt zentral unter der Nummer 112 entgegen genommen und in der Leitstelle in der Hauptfeuerwache der Berufsfeuerwehr Augsburg bearbeitet. Dadurch wird ein möglicher Zwischenschritt - die Nachalarmierung der jeweils anderen Einsatzkräfte - umgangen; die Zeit bis zum Eintreffen der notwendigen Einheiten wird dadurch verringert.

Die Berufs-, Werks- und größeren Freiwilligen Feuerwehren werden durch sogenannte  Funkmeldeempfänger alarmiert, während bei den Feuerwehren in kleineren Orten - so auch in Edenbergen - die Alarmierung über die Sirene immer noch das übliche Mittel ist. Beide Mittel arbeiten aber auf jeden Fall zuverlässig und ohne Ausfälle.

Einziges derzeit noch vorhandenes Manko ist der Funkverkehr an sich, der in Bayern wie auch im restlichen Deutschland nach wie vor analog erfolgt - diese Technik ist inzwischen überholt und sollte schon seit einiger Zeit durch den digitalen Funk, der viele Vorteile bietet, ersetzt sein. Wegen Finanzierungsschwierigkeiten wurde die Einführung dieses moderneren Funks allerdings schon mehrfach verschoben.

Von diesem Punkt abgesehen, befindet sich das Alarmsystem in der Region Augsburg aber auf höchstem Niveau und garantiert allen Bürgern immer und überall die Gewissheit, dass im Notfall die nötigen Einsatzkräfte schnell und unbürokratisch zur Tat schreiten werden.

» Weitere Informationen zum Thema:

 Alarmierungstechnik


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