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 Notruf-Telefax

Bild: Das Notruf-Telefax (© by Feuerwehr Edenbergen)
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Schon recht bald nach Einführung der einheitlichen Notrufnummern über Telefon stellte sich ein Problem ein, das erst durch den Fortschritt der Technik beseitigt werden konnte: Manche Menschen waren aus verschiedenen Gründen nicht in der Lage, einen Notruf per Telefon abzusetzen. Besonders betroffen waren dabei natürlich vor allem taubstumme oder behinderte Menschen, aber auch Bürger ausländischer Herkunft, die weder Deutsch noch eine andere weit verbreitete Sprache (zum Beispiel Englisch oder Französisch) beherrschten.

Durch die Entwicklung und die nach und nach steigende Verbreitung von Faxgeräten bot sich schließlich eine Möglichkeit, diesem Problem entgegenzutreten: Dabei entwickelte der Deutsche Schwergehörigenbund ein sogenanntes "Notfall-Telefax", mit dem der Hilfeersuchende nun schriftlich - unterstützt von verschiedenen leicht erkennbaren Symbolen - seinen Notruf absetzen kann.

» Download:

 Notruf-Telefax herunterladen (Datei im pdf-Format)

Das Notruf-Telefax befindet sich auf unserem Server als eine pdf-Datei, die man mit dem "Adobe Reader" öffnen kann. Sollten Sie dieses Programm nicht auf Ihrem Computer installiert haben, so können Sie es  hier auf der Homepage von Adobe herunterladen.

» Vorbereitungen:

Bürgern mit Behinderung oder Sprachproblemen wird empfohlen, das Telefax sicherheitshalber auszudrucken und die nötigen Daten (Name, eigene Fax-Nummer, Adresse) schon auszufüllen. Außerdem sollte das Formular immer an einem gut erreichbaren Ort hinterlegt sein, um es im Notfall schnell zur Hand zu haben.

» Wie läuft der Notruf mit dem Telefax ab?

Zunächst füllt der Hilfeersuchende das einfach gestaltete und leicht verständliche Telefax aus - so ist zum Beispiel anzugeben, welche Einsatzkräfte (Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei) benötigt werden und was ungefähr passiert ist. Anschließend schickt er dieses mit einem handelsüblichen Telefaxgerät an die Notruf-Nummer 112.

In der Leitstelle (im Falle Edenbergens die Integrierte Leitstelle im Gebäude der  Berufsfeuerwehr Augsburg) druckt der Leitstellendisponent das Formular sofort nach Eingang aus, bearbeitet es und leitet die nötigen Schritte ein. Dabei besteht in der Bearbeitung kein Unterschied in Qualität und Schnelligkeit im Vergleich zu einem "normalen" Notruf.

Nachdem die notwendigen Maßnahmen ergriffen wurden, schickt der Disponent ein Bestätigungsfax an die angegebene Fax-Nummer zurück. Dadurch weiß der Absender nun Bescheid, dass sein Notruf erfolgreich eingegangen ist und innerhalb weniger Minuten Hilfe eintreffen wird.

» Besondere Hinweise:

Da der Leitstellendisponent im Gegensatz zu einem Notruf über das Telefon keinerlei Rückfragen stellen kann und somit auf das Fax allein angewiesen ist, muss ein besonderes Augenmerk darauf gelegt werden, dass das Formular vollständig und richtig ausgefüllt wurde. Die vorhandenen Leerzeilen können verwendet werden, um die Art des Notfalls noch genauer zu beschreiben.

» Weitere Informationen:

 Richtiges Absetzen eines Notrufes


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